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crosso

Youngtimer

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Fahrzeug: Mitsubishi ASX 1.8 Diesel 150 PS 4WD Instyle

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1

Samstag, 29. Juli 2017, 19:55

ASX Bremsscheiben vorn selbst wechseln

In dieser Hinsicht ist der ASX gar nicht so kompliziert, wie man glauben möchte.
Wer es sich zutraut kann hier hunderte Euro sparen und Spaß macht es dann auch noch.
An meinem ASX habe ich schnell erkannt, dass sie überfällig geworden sind und nach einer kurzen Vorbereitungszeit ist es dann auch gleich zur Sache gegangen.

Besonderes Werkzeug u. Zubehör: Bremskolbenrücksteller, Drehmomentschlüssel, Nusskasten, Bremsenfett, Schraubenfixierer (ich empfehle Mannol mittelstark 10 Newton)

Insofern sich die Bremssattelhülsen SW 14 (ich hätte sie eher Bolzen genannt) sich lösen lassen, lässt sich der Bremssattel und folglich der Bremsbesatz entfernen.
Ist dies geschehen geht es an den Befestigungsschrauben des Bremssattelhalters, dies ist nur an den vorderen Bremsscheiben erforderlich.
Mitsubishi hat hier gänzlich auf die sonst üblichen Befestigungsfedern auf dem Sattel verzichtet, dies erspart einige Fummelei und so ist der ASX recht pflegeleicht zu handhaben.
Ist Bremssattel und Halter ausgebaut, geht es der alten Scheibe an den Kragen.
Es ist wirklich kein Hexenwerk und schon geht es weiter an die Reinigung des Sattelhalters, konkret und insbesondere an jenen Stellen, wo sich die Bremsauflagen befinden.
Um später den Bremssattel über die neuen Bremsscheiben zu kriegen, macht sich der Einsatz eines Bremskolbenrückstellers erforderlich.
Ich empfehle keineswegs eine größere Zange zu benutzen.
Ist dies geschehen, noch schnell den Bremssattel selbst reinigen, eine Drahtbürste ob per Hand oder Maschine gereichen schon aus.
Bevor die neue Scheibe aufgesetzt wird , könnte man noch schnell die Ankerplatte bzw. Scheibenschutzblech reinigen und wenn erforderlich mit Unterbodenschutzfarbe behandeln.
So nun die Scheibe, dann den Halter und dann die Bremsauflagen und die Steine einsetzen, Bremssattel mit eingefetteten Führungshülsen am Halter befestigen, Mannol Schraubenfixierer nicht vergessen und fertig ist der Austausch.
Wer die Bremsleitung demontieren musste, sollte natürlich die Bremsentlüftung u. Auffüllung der Bremsflüssigkeit nicht vergessen.
Die Bremsen sind später durch eine verhaltene Fahrweise ein kleines Weilchen einzufahren.
Nachfolgenden Bilder sollen die Beschreibung nur ergänzend erklären.


Ein Kostenersparnis-Vergleich werde ich später durchführen.
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irrer01

Greenhorn

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2

Sonntag, 30. Juli 2017, 08:32

Ein sehr guter Bericht. Wie in den anderen Berichten von dir.

Man sollte aber noch dazu schreiben, das gerade im Bereich der Bremstechnick , nicht einfach drauf los geschraubt werden sollte. Dazu ist dieser Bereich zu gefährlich.

Aber wie gesagt, der Bericht und die Ausführung...TOP... :thumbsup:
:wm: Mike der IRRE :wm:

crosso

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Fahrzeug: Mitsubishi ASX 1.8 Diesel 150 PS 4WD Instyle

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3

Sonntag, 30. Juli 2017, 09:31

Ja natürlich hast Du da vollkommen Recht!

Also bitte nur mit entsprechender Fachkenntnis oder unter Aufsicht eines KFZ Schlossers z. Beispiel in einer freien Selbsthilfe-Autowerkstatt

4

Sonntag, 30. Juli 2017, 11:44

Bebilderte Anleitungen sind immer gut, gefällt mir.Mir fehlt noch das "schmieren" mit Plastilube der Bremsscheibenauflage,Führungsbleche und ggf. Bremsbelagrückseite.
Zudem solle die Bremsscheibenauflage gereinigt werden um einen planen Sitz zu gewährleisten.
Bei den Führungsbolzen darauf achten das es zwei unterschiedliche Bolzen sind.

crosso

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Fahrzeug: Mitsubishi ASX 1.8 Diesel 150 PS 4WD Instyle

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5

Sonntag, 30. Juli 2017, 17:10

Richtig aber das sieht man ja schon auf den Bildern und ich bin mir sicher, geübte Schrauber wissen das.....

6

Sonntag, 30. Juli 2017, 20:12

Naja, geübte Schrauber brauchen keine Anleitung dazu und wirklich zu sehen bzw. erwähnt wurde es nicht.
Nicht falsch verstehen, finde es super das du es für andere User bebilderst und beschreibst, aber die genannten Punkte sind nicht gerade unwichtig und sollten erwähnt werden. Ebenso sollte man ggf. erwähnen den Bremskolben nicht einfach am Schlauch baumeln zu lassen sondern diesen zu fixieren ....

crosso

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Fahrzeug: Mitsubishi ASX 1.8 Diesel 150 PS 4WD Instyle

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7

Sonntag, 30. Juli 2017, 20:52

Warum sollte der Bremskolben irgendwo herum baumeln ?
Insofern dieser sich noch im Bremssattel befindet, gereicht es, falls die Bremsleitung nicht sowieso abgeschraubt wird, diesen mit einem Kabelbinder an der Feder anzubinden, um Vollständigkeit oder einer Lehrbuchvorstellung geht es mir auch gar nicht.
Ja ich kenne diese "Wie mach ich" - Videos aus YouTube und Co. zum Beispiel von Autodoc.
In einem meiner Beispiele musste der Sattel gänzlich ausgebaut werden, um an der Werkbank daran hantieren zu können.
An den hinteren Scheiben empfehle ich diese Vorgehensweise sowieso, um die Bremsleitung wegen der örtlichen Nähe der Führungshülsen zu schonen.
Die von Dir benannte Vorgehensweise ist an zahlreichen Opels zum Bsp. Astra Caravan H zu sehen, habe ich erst kürzlich auch komplett die Bremsen gemacht.
Man kann auch gern einen Haken nehmen.
Leider habe ich nicht so sehr darauf geachtet, alle Details auf Bild aufzunehmen, wusste auch nicht, dass ich 14 Tage später in diesem Forum landen werde.
Das Problem was mich beschäftigte war anderer Natur.

Wieso gibt es zum ASX nicht ein einziges Foto zu irgend einer Reparatur ?

Und ja natürlich hast Du Recht, die Bremsleitung darf dabei keinesfalls Schaden nehmen und ja, unwichtig ist das nicht.
Allerdings gäbe es noch viel mehr was ich hier nicht erwähnte....wie gesagt, war auch gar nicht meine Absicht :prost:

8

Sonntag, 30. Juli 2017, 21:52

Warum sollte der Bremskolben irgendwo herum baumeln ?
Weißt doch das ich den kompletten Sattel meinte ....

Beiträge: 44

Fahrzeug: Mitsubishi ASX INVITE 1,6L Benzin Bj.2017

Wohnort: Raeren

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9

Sonntag, 30. Juli 2017, 22:23

Sehr gute Beschreibung.
Da macht sich mal jemand die Mühe und dokumentiert so etwas und schon kommen wieder diese "ichweissesmalwiederbesser" Kommentare.
Entweder kann man es ,oder geht zur Werkstatt!!! ;)
Gruss Horst.

crosso

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Fahrzeug: Mitsubishi ASX 1.8 Diesel 150 PS 4WD Instyle

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10

Montag, 31. Juli 2017, 07:21

Warum sollte der Bremskolben irgendwo herum baumeln ?
Weißt doch das ich den kompletten Sattel meinte ....
Ja natürlich, ich gehe zumindest davon aus :)

11

Montag, 31. Juli 2017, 12:04

Da macht sich mal jemand die Mühe und dokumentiert so etwas und schon kommen wieder diese "ichweissesmalwiederbesser" Kommentare.
Stimmt so nicht, habe mehrfach darauf hingewiesen das ich seine Dokumentation super finde. Wenn sich jedoch ein nicht so versierter Schrauber daran wagt (was ja druchaus vorkommt), fand ich meine Anmerkungen als durchaus sinnvoll.

ASXFAN

Greenhorn

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Fahrzeug: ASX Diamant Plus 1,6 Benziner

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12

Dienstag, 1. August 2017, 10:20

Gebe auch mal meinen Senf dazu.
Das selbermachen an Bremsen ist immer in Eigenverantwortung!! Wegen 100 oder 200 € rate ich aus Erfahrung dieses in einer Werkstatt machen zu lassen.
Bei meinen ehemaligen Astra und Zafira habe ich 400€ für Vorne und Hinten komplett!!( mit Scheibe und Belägen) bezahlt.
Beim Astra wurden die Scheiben vorne nochmal wegen Unwucht, auf Garantie gewechselt.
Geht beim Selbermachen nicht.Ausserdem will ich die Sicherheit haben, bei einer Notbremsung sicher zum Stehen zu kommen.
ALSO WER KEINE AHNUNG HAT FINGER WEG!!!

crosso

Youngtimer

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Fahrzeug: Mitsubishi ASX 1.8 Diesel 150 PS 4WD Instyle

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13

Dienstag, 1. August 2017, 19:25

Dazu möchte ich nur sagen, dass ich auch mal so gewesen war aber nach ca. 15 Autos und einen ganzen Berg an nachhaltigen Erfahrungen mit Werkstätten, ist mir meine Eigenverantwortung tausendmal lieber.
Das mit den 100-200 € stimmt ja wohl lange nicht, schon für den Wechsel der vorderen Bremssteine waren o. sind ca. 85 € fällig, Kostenvergleich ist in dieser Thematik auch aufgeführt, es waren in diesem Beispiel über 500 eingespart.
Das letzte Mal das ich auf die 😆 (damals ein Chevrolet) gehört hatte war beim Einbau einer Gasanlage und was hatte ich davon? Motortotalschaden.....
Ich kriege einen Hals, wenn ich daran denke, das Theater darum und und und...
Meiner Frau wurde das Zündmodul ausgewechselt, Kosten über 425 Euronen, lt. eBay kosten diese gerade mal 45 € und genau derselbe Hersteller.
Stecker ziehen austauschen und das war es auch schon.
In den 90zigern habe ich mit einem KFZ SCHLOSSER die Bremsen an einem Suzuki erklärt bekommen und habe auf Anleitung die komplette Bremsen ausgewechselt, seither lasse ich da keine Werkstatt mehr ran und ich hatte in diesen schon fast 25 Jahren noch nie einen Ausfall oder irgendwelche Probleme gehabt.
Gefahren habe ich Toyota, Nissan, Opel, Suzuki, Chevrolet, Seat und ich habe den Rest schon vergessen, ein Auto muss einfach nur rollen.
Wem es danach strebt sich ebenso diese Handfertigkeiten unter fachkundiger Aufsicht anzueignen, (Selbsthilfewerkstätten und dergleichen), sollte dazu ermuntert werden.
Das ist genau das, was ich Ich hier in diesem Forum suchte, meine Kenntnisse noch mehr aufzuwerten und mich auszutauschen.
Stattdessen finde ich hier in der ASX Selbsthilfeabteilung solche Sachen, wie kann ich mir ein Carport bauen.
Wer noch immer an das Gute einer o. seiner Werkstatt glaubt, sollte nicht vergessen zu hinterfragen oder......
Dr. GOOGLE einfach mal fragen, "Schwindel u. TRICKS der Autowerkstätten" ....

Die Preise von dem Astra u. ZAFIRA hören sich dagegen schon irgendwie gut an.
Ist das in Deutschland passiert?
Ich bin nicht wirklich gut auf die 😊 in meiner Region eingestellt und einige sind irgendwie schon lange von der Bildfläche verschwunden, mich wundert es nicht.
Wie auch immer, allzeit gute Fahrt und wie ein jeder Werkstatt-Meister sagen würde, lasst die Finger von.....

ASXFAN

Greenhorn

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Fahrzeug: ASX Diamant Plus 1,6 Benziner

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14

Mittwoch, 2. August 2017, 15:29

Hallo Crosso,
zu deiner Frage: Es war eine Opelwerkstatt. Nach meiner Frage, warum so preiswert, sagte er zu mir: Er kauft die Teile direkt beim Hersteller somit kann er den Preisvorteil an den Kunden weitergeben. Originalteil hätte fast den doppelten Preis!!

crosso

Youngtimer

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15

Mittwoch, 2. August 2017, 19:08

Das wäre natürlich eine interessante Variante sich halbwegs günstig am Freundlichen vorbei zu helfen.Damit steht Dein Argument in einem ganz anderen Licht, insofern das in meiner unterversorgten Region klappen würde, täte ich mir das auch überlegen. Allerdings herrscht hier ein Monopol, welches alle Autohäuser aufzusaugen scheint, was nicht gut ist, die Preise heben deutlich vom Durchschnitt ab, dies im Vergleich der vergangenen Jahre.Somit werden die Preise einer breiten Markenpalette, wie Jeep, Mitsubishi, Opel, Skoda, Mercedes, VW, Peugeot, Suzuki u.a. von einem AH bestimmt, die noch dazu eine Zentrale des ADAC im Hause haben.Wer auch immer auf dem gelben Wagen landet, wird wenn nicht anderes angegeben, genau dorthin geschleppt. Man kann sich leicht vorstellen, dass sie sich mehrfach täglich auf die Schultern klopfen. Nachdem mir ein Reifen auf der Autobahn wegfetzte, versuchte mich der gelbe Engel unbedingt in genau dieses AH abzuschleppen, ich musste hartnäckig darauf bestehen, dass dies nicht passiert. Mein ASX war nur einmal dort und nachdem mir der Werkstatt-Meister versprach, dass wird nicht mehr als xx € Kosten, war ich so auswegslos und ließ den Wagen dort.Am Tag der Abholung ging es an die Kasse, statt xx € wurde plötzlich der dreifache Preis in Rechnung gestellt.An diesem Tag wurde die Feststellbremse, also nur die Bremsbacken, mit minimal 350,00 € Reparaturaufwand so nebenbei in Aussicht gestellt, also ungefähr 10x mehr als diese zu kaufen sind.Schließlich wäre der Eingriff nur durch ach so teuer geschultes Personal mit ach so teuren Spezial Werkzeugen möglich.Gratis dazu gab es eine Belehrung des Meisters so sinngemäß, dass er die Schnauze voll hat von Kunden, die zuviele Fragen hinsichtlich gewisser Preisvorstellungen stellen, wer ein Auto fahren will, muss bezahlen und kommt mir nicht, dieses oder jenes wäre kaputt, denn hier würden schließlich nur beste Fachkräfte arbeiten, die auch ihre Familien ernähren müssten usw. .Unter den mir bekannten Verhaltensweisen von AH Mitarbeitern, insbesondere gegenüber dem Kunden, wäre dies für mein Verständnis ein erwähnenswerter Grund, diesen Mitarbeiter an Ort und Stelle mit einem ordentlichen A....Tritt zu entlassen.Diese Erfahrung wird sicher nicht jeder ASX'LER teilen können, was ja an der riesen Masse an Werkstätten sicher auch verständlich ist.Aber bei unterversorgten u. noch dazu konkurrenzlosen Regionen dürfte es schwer fallen, von einer freundlichen Fachwerkstatt berichten zu können.Das Gefühl ausgeliefert zu sein war es dann auch, dass ich dieses AH grundsätzlich meide, koste was es wolle.Das Aufleuchten der Servicemeldung hörte dann nach einigen Monaten einfach auf.Die Garantiezeit ist längst vorbei, ich fragte einen anderen Meister in einem anderen AH von Mitsubishi, was denn passieren würde, wenn jetzt keine Durchsichten gemacht werden.Der zuckte nur mit den Schultern, was wirklich zählt ist doch tatsächlich nur der TÜV, ein Bußgeld wegen fehlender Durchsichten gibt es nämlich nicht.Das ist nur eine von vielen programierbaren Maschen den Kunden in die Werkstatt zu locken.Ein profitables Geschäft, dass sich von der Unwissenheit und der Angst des Kunden nährt.Man kauft einen Wagen nicht selten zweimal......aus diesem Grunde ...... höre ich jetzt erst einmal auf und gebe zuletzt noch einen informativen Google-Tip, "Ölwechsel Abzocke" o. "Ölwechsel überflüssig"Das ist natürlich alles nicht im Sinne von Mitsubishi-Fachwerkstätten, ich distanziere mich daher vor meiner eigenen Meinung ganz energisch u. entschieden.

Wolfobert

Haudegen

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16

Samstag, 5. August 2017, 08:08

Das ist es, was mich an diesem Forum so stört

Zuerst einmal vielen Dank an crosso für die Anleitung (und für den Mut, so etwas in diesem Forum zu posten :D ).

Wenn ich in einem Opel-Forum frage, was ich beim Zahnriemenwechsel an meinem Astra beachten muss, bekomme ich unzählige Tipps "vorher vorne rechts die Radmuttern lösen", "besorge einen zweiten Dichtring, die gehen gerne kaputt" usw.

Wenn in diesem Forum jemand beschreibt, wie man Bremsscheiben wechselt oder einen Link zu einem ASX-Werkstattfile postet oder nach einem Ölwechsel fragt, bricht jedesmal ein Shitstorm los,
"zu gefährlich", "keiner braucht sowas", "wegen 100 Euro Ersparnis nicht zum Händler zu gehen, also wirklich".

Ich habe einen Opel Astra Bj.97 siebzehn Jahre lang bis dieses Frühjahr gefahren, das rechnet sich nur, wenn man alles selber macht, Bremsen, Zahnriemen, Zylinderkopfdichtung, und das seit über 30 Jahren.
Kapiert das bitte: Die einen schrauben hobbymäßig an ihren Autos, andere, weil sie nicht einsehen, das sie für eine Kleinigkeit mehrere hundert Euro zahlen sollen, wieder andere, weil sie wollen, das es ordentlich gemacht wird und manche aus mehreren dieser Gründe.

Bei meinem Gebrauchtkauf-ASX ging schon nach kurzer Zeit hinten ein Bremssattel fest. Wegen der Gewährleistung fuhr meine Frau zweimal die jeweils 80 km zum Händler, der sprühte was auf die Mechanik, 3 Tage später ging sie wieder fest. Daraufhin habe ich mir die Zeit genommen, den Bremssattel demontiert und gängig gemacht und habe seither keine Probleme mehr mit der Bremse.
Warum habe ich das gemacht? * Um meiner Frau die Fahrerei, Streiterei und Warterei zu ersparen,* weil ich jetzt weiss, das es ordentlich und nicht unwillig gemacht wurde und * weil ich es kann!
Die einen können es und wollen es, die anderen können dafür andere Dinge ganz toll. Und dann gibts noch die, die es wollen aber nicht können. Deswegen aber Reparaturanleitungen zu verteufeln, ist Humbug. Wenn einer unbedingt am Auto schrauben will, obwohl er es nicht kann, dann macht er das trotzdem, habs oft genug erlebt.

Ich repariere unter anderem in meinem Beruf präzise Werkzeugmaschinen, da ist eine Autoreparatur nicht mehr so erschreckend anders. Trotzdem helfe ich mir, indem ich vorher im Internet Anleitungen suche, um mich vorzubereiten, sei es wegen Spezialwerkzeugen, die ich im Vorfeld anfertige oder beschaffe, sei es, um von den Erfahrungen der anderen zu lernen und unnötige Arbeitsschritte zu vermeiden.
So etwas fehlt für den ASX leider in diesem Forum und auch sonst im Internet, auch, weil er eben stückzahlmäßig ein Exot ist. Ich würde mir wünschen, das mehr Anleitungen dieser Art veröffentlicht werden - für die, die es können!

tom735

Richard "Hamster" Hammond

Beiträge: 532

Fahrzeug: BMW X1 20d xDrive / ASX SUV Star+ 2,2 DI-D

Wohnort: östlich v. München

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17

Samstag, 5. August 2017, 08:43

Deswegen aber Reparaturanleitungen zu verteufeln, ist Humbug.

Nicht, wenn Du das "Oberlehrer-Gen" in Dir hast :lachen: :lachen:

crosso

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18

Samstag, 5. August 2017, 10:13

Zitat


Bei meinem Gebrauchtkauf-ASX ging schon nach kurzer Zeit hinten ein Bremssattel fest. Wegen der Gewährleistung fuhr meine Frau zweimal die jeweils 80 km zum Händler, der sprühte was auf die Mechanik, 3 Tage später ging sie wieder fest. Daraufhin habe ich mir die Zeit genommen, den Bremssattel demontiert und gängig gemacht und habe seither keine Probleme mehr mit der Bremse.
Warum habe ich das gemacht? * Um meiner Frau die Fahrerei, Streiterei und Warterei zu ersparen,* weil ich jetzt weiss, das es ordentlich und nicht unwillig gemacht wurde und * weil ich es kann!
Die einen können es und wollen es, die anderen können dafür andere Dinge ganz toll. Und dann gibts noch die, die es wollen aber nicht können. Deswegen aber Reparaturanleitungen zu verteufeln, ist Humbug. Wenn einer unbedingt am Auto schrauben will, obwohl er es nicht kann, dann macht er das trotzdem, habs oft genug erlebt.
Genau das ist mir an den hinteren Bremssattel beim ASX sofort aufgefallen, insbesondere ist der innere Bremsbesatz am meisten betroffen, dass er sich nach und nach fest frisst.Vermutlich ist dieser nicht optimal vor Verunreinigungen geschützt und kann auch nicht mit der Waschlanze "getroffen" und damit auch nicht gereinigt werden, siehe Foto.Aus diesem Grunde nutze ich jede sich bietende Gelegenheit die Führungen der Steine wieder frei und gangbar zu machen. In der Fachwerkstatt hörte ich schon unterschiedlichste Interpretationen, schlimmstenfalls wird die Geldbörse unnötig belastet.


Zitat


Zitat von »Wolfobert«

Ich repariere unter anderem in meinem Beruf präzise Werkzeugmaschinen, da ist eine Autoreparatur nicht mehr so erschreckend anders. Trotzdem helfe ich mir, indem ich vorher im Internet Anleitungen suche, um mich vorzubereiten, sei es wegen Spezialwerkzeugen, die ich im Vorfeld anfertige oder beschaffe, sei es, um von den Erfahrungen der anderen zu lernen und unnötige Arbeitsschritte zu vermeiden.
So etwas fehlt für den ASX leider in diesem Forum und auch sonst im Internet, auch, weil er eben stückzahlmäßig ein Exot ist. Ich würde mir wünschen, das mehr Anleitungen dieser Art veröffentlicht werden - für die, die es können!

Mein erlernter Beruf ist Instandhaltungsmechaniker (auch wenn ich 2 Berufe erlernt habe) und damit ist wohl auch Dein Beruf und Deine Fertigkeit aus diesen u. durchaus gleichenden Kenntnissen heraus begründet.
Natürlich sind wir all denen ein Dorn im Auge, die mit Reparaturen Geld verdienen oder ausgeben müssen.
Unfaire Kommentare sollten uns dabei aber nicht stören, die Fachwerkstatt macht das sicher wieder "gut".
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Wolfobert

Haudegen

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19

Sonntag, 6. August 2017, 08:18

Problem an der hinteren ASX-Bremse

Nein, bei mir war der Hebel, der vom Handbremsseilzug betätigt wird, fest. Bei der ASX-Handbremse wird (wie bei vielen PKW) die Handbremse über einen durch Seilzug betätigten Hebel angezogen, der über eine Gewindespindel den Bremskolben gegen die Scheibe drückt. Dieser Hebel ging nach dem Lösen der Handbremse nicht mehr zurück. Mein erster Verdacht war ein in der Hülle beschädigtes Bremsseil, das sich deswegen in der Hülle verhakt, aber das Seil war leichtgängig. Weil ich es im eingebauten Zustand nicht hinbekommen habe, montierte ich den Bremssattel ab und spannte ihn in den Schraubstock. Dann den Hebel "runtergehebelt" (Verzahnung), Gummikappe abezogen, und dann immer wieder mit Motorradkettenspray in die Lagerstelle gesprüht und hin und her bewegt.( Motorradkettenspray ist anfangs sehr dünnflüssig, damit es in die Ritzen und unter die O-Ringe der Kette kommt, dann wird es fest, schmierend und wasserabweisend.) Nach ein paarmal ging der Hebel wieder schön leicht, ich füllte die Gummikappe mit Fett gegen Eindringen von Wasser, montierte den Hebel wieder am Sattel und den Sattel wieder am Auto - seither keine Probleme mehr.

Da das ganze jetzt auch zu einer Reparaturanleitung geworden ist, der übliche Hinweis, das diese Arbeiten nur auf eigene Verantwortung und nur wenn man das Wissen, Können und Werkzeug hat, durchgeführt werden sollten.
:!: Und um es allen recht zu machen, noch ein paar Hinweise, um unbegabte Schrauber abzuschrecken: Nach dem Demontieren eines Bremssattels muss unbedingt das Bremssystem wieder entlüftet werden, unbedingt, weil bei der Demontage Luft in die Bremsleitung kommt, was zum Versagen oder mindestens starken Verzögern der Bremse führt!! Man kann zwar das Auslaufen des ganzen Bremskreises verhindern (besser für den Garagenboden), indem man vor der Demontage eine Latte zwischen Bremspedal und Fahrersitz klemmt, aber Luft kommt trotzdem rein. Auf das Entlüften gehe ich jetzt aber nicht näher ein.
Dann: Durch das Betätigen des Hebels beim Gängigmachen wird der Bremskolben jedesmal ein Stück weiter aus dem Bremsattel geschraubt (das ist die Handbremsfunktion). Bevor er ganz herausfällt und auch vor der Montage am Auto muss er immer wieder mit dem entsprechenden Bremskolbenrücksteller zurückgedreht werden - kann man bezahlbar im Inet kaufen.

20

Sonntag, 6. August 2017, 15:21

Nein, bei mir war der Hebel, der vom Handbremsseilzug betätigt wird, fest. Bei der ASX-Handbremse wird (wie bei vielen PKW) die Handbremse über einen durch Seilzug betätigten Hebel angezogen, der über eine Gewindespindel den Bremskolben gegen die Scheibe drückt
Wurden da unterschiedliche Feststellbremsen verbaut?
Die "älteren" ASX haben eine innenliegende Trommelbremse, also auch keinen Hebel der den Kolben gegen die Scheibe drückt. Diese Problematik kenne ich durchweg von den VAG Fahrzeugen, beliebtes Problem.